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World Cyber Games - Österreich

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WCG Grand Finals 2009 - Spielerporträts

Im folgenden finden Sie die Porträts der eSportler, die Österreich von 11. bis 15. November 2009 bei den World Cyber Games Grand Finals in Chengdu/China vertreten.

Mario „mario“ Viska – FIFA09
22 Jahre

Mario Viska ist seit 2004 im eSport tätig. Jahrelang habe er Counterstrike gespielt, erzählt er, allerdings ohne Erfolg. Schließlich habe er beschlossen, es mal mit seinem Lieblingshobby online zu versuchen. So kam der Fußballfan schließlich zu FIFA.

Inzwischen hat er als Legionär in einem deutschen Team bereits sechsmal die deutsche ESL Pro Series (der Bundesliga des elektronischen Sports) gewonnen sowie vier österreichische Pro Series 1on1 Titel in der Tasche. Bei den WCG Grand Finals ist er bereits zum dritten Mal dabei. Während er 2006 noch 32. wurde, belegte er 2007 bei den Grand Finals in Seattle bereits den vierten Platz. Zu seinen Erfolgen zählt auch der dritte Platz mit dem österreichischen Nationalteam bei der European Nations Championship in Köln 2009.

Bei den WCG Grand Finals 2009 erhofft sich der 22-Jährige eine Platzierung unter den Top drei, realistisch gesehen sei das heuer allerdings ein schwerer Weg. „Ich werde aber alles dafür geben“, so Viska. Die Teilnahme für Österreich bedeute ihm sehr viel, „weil ich seit Jahren von den Österreichern im eSport unterstützt werde“, sagt Viska, „und noch dazu ist es mein Vaterland, das ich über alles liebe“.

Mario hat die Lehre zum Multimediakaufmann bei einem führenden Elektronik-Fachmarkt abgeschlossen.

Markus „gimli“ Knopp – FIFA09
20 Jahre

Markus Knopp hat früher das Echtzeitstrategiespiel Warcraft III gespielt, war aber laut eigener Aussage zu schlecht dabei. Da er immer schon offline Fußballgames gespielt hat, versuchte er es damit 2006 auch online. Damals war er – noch mit dem Spieltitel Pro Evolution Soccer 6 – als bester Österreicher beim Electronic Sports World Cup (ESWC) in Paris geladen. Danach qualifizierte sich der heute 20-Jährige mit FIFA 08 für die World Cyber Games 2008, bei denen  er unter die Top 8 kam. Zudem spielt er – ebenfalls als Legionär – bei einem deutschen Team, das in der deutschen 5on5 ESL Pro Series Dritter wurde, sowie den 5on5 ESL Major Series Titel holte. Bei der European Nations Championship 2009 im August dieses Jahres belegte das österreichische Nationalteam, bei dem Knopp mitspielte, den dritten Platz.

Von den Grand Finals sagt Knopp: „Ich erwarte mir ein spektakuläres Offline Event. Denn wer chinesische eSport-Events kennt, weiß dass sich die Organisatoren immer viel Mühe geben, um solche Events wirklich einzigartig zu gestalten. Ich wollte schon immer bei einem sportlichen Ereignis mein Land vertreten. Das ist mir auch schon mehrfach gelungen. Doch es ändert sich wohl nie etwas daran, dass ich sehr stolz darauf bin, Österreich vertreten zu dürfen“. Er selbst sei in eine recht schwere Gruppe geraten, meint er, sein Ziel sei zunächst also schlicht, in die Play Offs zu kommen.

Markus Knopp hat im Mai die Lehrabschlussprüfung zum EDV-Techniker bestanden und arbeitet jetzt bei der Gemeinde Wien in der Schulverwaltung. Er schwärmt für Fußball und ist Fan von Rapid Wien. Bei der österreichischen Vorausscheidung der World Cyber Games wurde er nach Mario Viska nur Zweiter, dank der Unterstützung der Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen (BuPP) kann aber auch er nach China mitfahren.

Franz „Fruit“ Utikal – Trackmania Nations Forever
19 Jahre

Seit etwa drei Jahren ist Franz Utikal im eSport tätig. Sein erster großer Erfolg kam beim Bravo Screenfun Cup, bei dem er sich gegen 1023 Teilnehmer aus Deutschland, der Schweiz und Österreich durchsetzte und Erster wurde. Als weiteren Erfolg sieht er auch seinen fünften Platz bei den ESWC Masters in Paris an. Diese Platzierung ermöglichte Utikal die Teilnahme an den ESWC Grand Finals 2008 in Kalifornien, wo er den 11. Platz belegte.

Zu den Solo-Erfolgen des 19-Jährigen kommen noch zahlreiche Team-Erfolge, die er mit seinem Team n!faculty verbuchen konnte – unter anderem erreichten sie den ersten Platz in der ersten sowie der dritten Saison der ESL Premiership.

Utikal spielte keines der bisherigen WCG-Rennspiele, daher nimmt er heuer auch zum ersten Mal an den World Cyber Games teil. Für seine ersten Grand Finals halte er eine Top Acht Platzierung für realistisch, so Utikal. Das Finale zu erreichen werde aber wohl sehr schwierig werden, da er sich dafür erst gegen die beiden Favoriten des Turniers durchsetzen müsste, meint der eSportler. „Ich hoffe einfach, dass ich mich selbst mit meiner Leistung zufrieden stelle und nicht unter meinem Level fahre“, so Utikal, „und freue mich einfach auf ein gut besetztes, spannendes und faires Turnier“.

Utikal leistet zurzeit seinen Präsenzdienst ab. Im kommenden Jahr will er dann an der TU Wien zu studieren beginnen.

Peter „PeZi“ Strele – TMNF
19 Jahre

Peter Strele kann als Quereinsteiger bezeichnet werden, der zum eSport kam, nachdem er 2005 bei einem Freund die SkiChallenge ausprobierte und Gefallen daran fand. „Das war das erste PC-Spiel, das ich gespielt habe“, so Strele. Der Berufsmusiker hat bereits zwei SkiChallenge Saisonen hintereinander gewonnen. Rennspiele würden ihm einfach liegen, meint er. Seit 2006 ist er auch in der  Trackmania-Szene aktiv, wo er beim ESWC 2008 den sechsten Platz belegte und beim Giants Cup 7 Zweiter wurde.

Da Trackmania heuer zum ersten Mal offizielles Spiel der WCG ist, ist dies auch Streles erster Ausflug in die WCG. Strele nahm nicht an der österreichischen Vorausscheidung teil. Aufgrund seines großartigen Erfolges bei einem internationalen Trackmania-Turnier wurde er jedoch von den Organisatoren der Grand Finals persönlich nach China eingeladen.

Das Ziel des 19-Jährigen ist es, bis ins Finale zu kommen und sich einen Platz unter den Top Drei zu erspielen. Die Chancen dafür stünden gar nicht schlecht, meint er, da er bei der Auslosung der Gruppen Glück gehabt habe. „Die zwei Topfavoriten sind beide im unteren Turnierbaum“, so Strele, „dennoch habe ich sehr starke Gegner, die ich andererseits aber auch gut kenne. Wenn ich mein normales Spiel spiele, kann ich sie schlagen.“ Die Fahrt zu den Grand Finals bedeute ihm sehr viel, vor allem, weil er von sich selbst nie gedacht hätte, das Potenzial zum eSportler zu haben.

Strele studiert an der Universität Mozarteum in Salzburg, wo er die Ausbildung zum Berufsmusiker macht.

Stefan „Maniac“ Neubauer – Warcraft III
20 Jahre

Stefan Neubauer ist seit über vier Jahren im eSport unterwegs. Auch in der WCG ist er kein Neuling: Bei den National Finals 2007 belegte er bereits den achten Platz, 2008 steigerte er sich weiter und belegte den dritten Platz in der Disziplin Starcraft.

Nun geht es für ihn zum ersten Mal zu den Grand Finals. Der 20-Jährige hat sich dabei offenbar Realismus verordnet: „Da ich eine leichte Gruppe erwischt habe, ist ein Aufstieg in der Gruppenphase möglich, aber dennoch nicht einfach“, so Neubauer. In der K.O.-Runde hofft er auf einen Sieg mit Glück, alles Weitere wäre unrealistisch, meint er. Er freue sich auf jeden Fall, diese Chance bekommen zu haben und werde sein Bestes geben.

Neubauer studiert Informatik an der TU Wien.

Philipp „PoPoX“ Herndler – Guitar Hero: World Tour
20 Jahre

Philipp Herndler kam vor fünf Jahren bei einem Counterstrike-Clan erstmals mit dem Thema eSport in Kontakt. So richtig begonnen hat seine eSport-Karriere aber erst 2006 im Konsolenbereich, als er sich zum ersten Mal für die WCG National Finals qualifizierte. Seine Disziplin war damals noch das Racing-Game Project Gotham Racing 3, mit dem er den fünften Platz erreichte. 2007 wurde er Dritter bei Dead or Alive 4. Vergangenes Jahr schaffte Herndler schließlich den Durchbruch mit Guitar Hero 3 – er gewann den nationalen Bewerb und fuhr zu den Grand Finals nach Köln. „Ich bin dort zwar schon in der Gruppenphase ausgeschieden, es war aber dennoch mein bisher schönstes eSport-Erlebnis“, sagt Herndler.

Für diese Grand Finals hat sich der 20-Jährige das Ziel gesetzt, die Gruppenphase zu überleben. „Ich bin gespannt, wie hart es in meiner Gruppe wird, und hoffe natürlich, dass Fortuna mir treu bleibt“, so Herndler. Unter die Top 10 könnte er es schaffen, meint er. So oder so freue er sich aber darauf, Teil einer der größten eSport Veranstaltung der Welt zu sein. Das sei schließlich ein Erlebnis, das man nicht so schnell vergesse.

Herndler hat eine Hotelfachschule abgeschlossen und bereitet sich zurzeit auf die Berufsreifeprüfung vor.

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